Erschwingliche 3D-Drucker

3D-Drucksysteme sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Solche Maschinen also, die aus beispielsweise Kunststoffen, Kunstharzen oder Metallen dreidimensionale Werkstücke anfertigen. Normalerweise kosten solche Systeme richtig viel Geld, der Startpreis liegt bei rund 20.000 Euro. Ein Unternehmen aus Reinheim in Südhessen hat sich dagegen die Aufgabe gestellt, 3D-Drucker günstig zu entwickeln und zu vertreiben.

Nur rund 800 Euro kostet derzeit der „PRotos“ von German RepRap Foundation (GRRF), so der Name des Unternehmens von Jan Giebels und Florian Bautz. Im Januar 2010 kam Jan Giebels die Idee zum Unternehmen, im Februar stieg Florian Bautz mit ein. Mittlerweile sieht sich GRRF in Deutschland als markführender Hersteller von 3D-Druckern und im Vertrieb von Verbrauchsmaterialien sowie der Produktion von Teilen und Zubehör.



Der Unterschied zu herkömmlichen Herstellern ist bei GRRF, dass auf dem RepRap-Projekt aufgebaut wird. Dies ist ein OpenSource-Projekt, bei dem quasi alles frei verfügbar ist: von der Mechanik über die Elektronik bis zur Software. Interessant hierbei ist, dass ein Großteil der Bauteile aus dem selben Kunststoff ist, weshalb der freie 3D-Drucker als sich selbst reproduzierende Maschine betrachtet werden kann. Ziel des Projektes ist, dass jeder mit etwas Zeit und den entsprechenden Materialien diesen Drucker nachbauen kann.

GRRF hat das Projekt aufgenommen und es weiterentwickelt. Inzwischen hat das Unternehmen eine Reihe von Universitäten und Schulen als Kunden. „Für diese ist es natürlich interessant, dass jedes Bauteil untersucht werden kann, ohne Einschränkungen, wie es bei anderen kommerziellen Herstellern der Fall wäre“, so Jan Giebels.

Das aktuelle Modell „PRotos“ (Fotos) ist ein Bestseller und mit 800 Euro als Bausatz wirklich erschwinglich, will man sich dem Thema etwas näher widmen. Derzeit wird ein Nachfolger entwickelt, der dann zwischen 1500 und 2000 Euro kosten soll. „Diesen Nachfolger zeigen wir als Prototyp auf der INTERMODELLBAU, während unser aktueller PRotos den ganzen Tag Objekte aus Kunststoff anfertigt und so die Funktionsweise zeigt“, kündigt Jan Giebels an.

German RepRap Foundation findet Ihr in Halle 3B, Stand H04.

Über den Autor

Daniel Große (Blog INTERMODELLBAU)

Daniel Große ist Journalist und Blogger. Im Auftrag der Messe Westfalenhallen Dortmund betreut er dieses Blog, schreibt Aussteller-News, führt Interviews und sammelt auf der Messe Live-Eindrücke in Text, Foto und Video.

Kommentare (1)

  1. Mit wieviel nebenkosten ist bei so einem Gerät eigentlich zu rechnen? Man braucht ja noch einges mehr als nur das Gerät.

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  1. Die Messe im Netz | INTERMODELLBAU Blog

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