Faller bringt Bewegung auf die Strasse

Bei den allermeisten Modellbahnanlagen ist der Verkehr auf der Strasse statisch, sprich die Autos sind fixiert und fahren nicht. Dass dies auch anders geht, beweist Faller seit Jahrzehnten. Zunächst mit spurgeführten AMS Modellen aus den 60ziger Jahren und seit einigen Jahren mit dem Car System.


Auch das Car System, das sei vorweggenommen, ist spurgeführt. Der Unterschied besteht in der Art und Weise der Energieversorgung und der Spurführung. Waren die AMS Fahrzeuge noch überdimensionierte Modelle, die eigentlich gar nicht zum Massstab 1:87 passten, so sind die heutigen Modelle massstäblich und benötigen auch keine Energie von aussen. Alle Modelle haben einen Akku an Bord, der aufgeladen wird. Die von der AMS bekannte Stromversorgung entfällt also heute.

Aber auch unsere neuen Fahrzeuge müssen irgendwie den Weg durch die Modelllandschaft finden. Das kann auf zwei verschiedene Art und Weise geschehen. Zum einen gibt es vorgefertigte Fahrbahnen, die man verlegt, also ähnlich dem System der bekannten Autorennbahnen oder man verlegt einen Metalldraht nach individuellen Vorstellungen in der Strasse. Die magnetgeführten Autos fahren also am Draht entlang. Der in der Fahrbahn verlegte Draht wird sauber verspachtelt, die Fahrbahn dann entsprechend geteert – sprich gestrichen.


Sobald man eine Rundkurs erstellt hat, kann es auch schon losgehen. Man schaltet am Fahrzeug den Motor ein und setzt es auf den Draht in der Strasse. Nun ist aber das endlose Fahren sicher nicht sehr authentisch. Ampeln, Bushaltestellen usw. sind Bestandteil des Autoverkehrs und das will der ambitionierte Modellbauer sicher auch auf seiner Anlage haben. Vom Hersteller gibt es dafür das nötige Zubehör in Form von Stoppstellen, Abzweigungen. Beim Aufbau setzt da sicher eher der Geldbeutel die Grenzen als die Möglichkeiten des Systems.

Der aktuelle Fallerkatalog zeigt, was an Ausrüstung alles zur Verfügung steht. Neben LKW Modellen gibt es auch Busse und PKW. Alle Fahrzeuge haben eine leichtgängige Lenkung, die auch sehr enge Kurven meistern. Basismodelle lassen sich von versierten Elektrikern mit allen Lichtspielereien des Vorbilds ausrüsten. Auf der INTERMODELLBAU kann man solch ausgerüstete Fahrzeuge stets bestaunen. Aber auch im allseits bekannten Miniaturwunderland in Hamburg lässt sich dieses System bestaunen.

Allgemein gilt für die Autos, dass sie sehr leise fahren. Es macht Freude, den Fahrzeugen zuzusehen wie sie an Kreuzungen, Bushaltestellen oder Bahnübergängen bei Bedarf halten, wieder anfahren und so das Leben auf der Modellbahnanlagen wesentlich bereichern.

Und was kostet der Spass? Für knapp 100 Euro kann es losgehen, man bekommt dann heute z.B:

  • Linienbus MB O317k (Basis BREKINA)
  • Akku-Ladegerät
  • 10 m Spezialfahrdraht
  • Straßen-Spachtelmasse
  • Straßenfarbe
  • Straßenmarkierungen
  • Leitplanken
  • Begrenzungspfähle
  • Ausführliche Anleitung

Meine Fotos zeigen eine etwas ältere Startpackung mit dem gesamten Inhalt und den LKW von unten und sein Innenleben.

Was man sicherlich noch zusätzlich benötigt, ist eine Rillenfräse, um den Draht sauber im Holz der Fahrbahn zu verlegen. Faller bietet das Werkzeug natürlich auch an.

Über den Autor

Martin Meese

Martin Meese ist Jahrgang 1956 und ist seit frühester Jugend von Modellbahn und ihrem großen Vorbild begeistert. Heute ist er vor allem mit Märklin verbunden. Gern berät er in allen Digitalfragen und hilft bei Umbauten. Er gehört einem Stammtisch von 30 bis 35 Enthusiasten an, die sich regelmäßig über die Märklin-Bahnen austauschen. Für uns bloggt er seine persönliche Sicht auf neue Produkte und aktuelle Trends im Bereich der Modelleisenbahn.

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