Gemeinsame Leidenschaft

Im vergangenen Jahr stellten wir Euch hier im Blog Carsten Sacher vor. Unter dem Namen „Kopfmacher“ fertigt er Büsten und Latexmasken von Science-Fiction-Figuren. Auch in diesem Jahr ist er dabei – diesmal mit seinem Vater Peter. „Wir sind aller zwei Jahre gemeinsam auf der Messe, um unsere Modelle zu zeigen“, sagt Carsten. Peter Sacher präsentiert hier seine Modelle von Fahrzeugen aus der Heimat Drensteinfurt. „Das sind Eigenbauten, keine Bausätze. Ich baue ausschließlich nach Vorbild aus meiner Kindheit. Meist habe ich Fotos, an denen ich mich orientiere, sagt er.

Vater und Sohn hegen ihre gemeinsame Leidenschaft seit vielen Jahren, angesteckt vom Modellbaufieber wurde Carsten bereits in früher Kindheit. „Er saß immer mit am Küchentisch, wenn ich meine Fahrzeuge aus Polystrol-Platten angefertigt habe“, erinnert sich Peter Sacher. Später entwickelte sich der Sohnemann in seine eigene, ganz spezielle Richtung. „Ich habe großen Respekt vor ihm, er ist ein absoluter Künstler“, lobt der Vater. „Wenn man sieht, wie er mit dem Material umgeht und mit welcher Geduld er seine Modelle fertigt, macht mich das stolz“, so Peter Sacher, der seit über 35 Jahren seine „Erinnerungen in 1:24“ baut, wie er seine kleine Ausstellung überschrieben hat.

Die Modelle aus den 50er und 60er Jahren, die hier zu sehen sind, sind nur ein kleiner Auszug. Rund 60 Fahrzeuge hat er bereits angefertigt, für jedes lässt er sich rund ein viertel Jahr Zeit. Auf jedes Detail achtet der Verwaltungsangestellte dabei, um den Flair der damaligen Zeit korrekt auf die Modelle zu übertragen. So hat der Wagen des Milchmannes natürlich die damalige Beschriftung erhalten und auch die Kohlewagen aus Drensteinfurt sehen exakt so aus wie auf den Original-Fotos – inklusive Kohlenstaub an den Seitenwänden.

Während sich der Vater mit der Realität der 50er und 60er beschäftigt, hat sich Sohn Carsten in diesem Jahr vor allem auf die Science-Fiction-Filme dieser Zeit spezialisiert. „Derzeit konzentriere ich mich auf kleinere Bausätze von 50er B-Movies“, sagt er. So sind Dreibeiner aus „Krieg der Welten“, ein Modell aus „Metaluna 4 antwortet nicht“ oder Robbie, der Roboter aus „Alarm im Weltall“ zu sehen. Außerdem zeigt er ein selbst angefertigtes Diorama mit Modellen aus der japanischen Modellbauserie SF-3D.

Das kreative Vater-Sohn-Gespann findet Ihr in Halle 2, Stand 2.C02.

Über den Autor

Daniel Große (Blog INTERMODELLBAU)

Daniel Große ist Journalist und Blogger. Im Auftrag der Messe Westfalenhallen Dortmund betreut er dieses Blog, schreibt Aussteller-News, führt Interviews und sammelt auf der Messe Live-Eindrücke in Text, Foto und Video.