Nicht einfach nur ein Hobby

Sie sehen imposant aus, die RC-Segler in Halle 5 – und auf den ersten Blick erkennt man: Das hier ist nicht einfach nur ein Hobby. Viel mehr: Wer einen ferngesteuerten Segler lenkt, gehört dem Deutschen Segler Verband (DSV) an, genau wie die großen Segler, die selbst auf ihren Schiffen sitzen. „Wir unterliegen bei unseren Regatten dem Reglement des DSV“, erklärt Gerd John, der den Stand betreut. Anstatt Fahnen zu hissen, um Proteste geltend zu machen, rufen sich die RC-Segler die Kommandos zu. „Bei Fehlentscheidungen oder wenn wir auf Miss-Stände während des Rennens hinweisen wollen, sprechen wir unsere Einwände eben laut aus, während die echten Segler mit Fahnen auf sich aufmerksam machen“, so John.

segler

Zu sehen gibt es am Stand des DSV die drei Klassen der RC-Segler: Die IOM-Klasse (International One Meter), bei denen der Rumpf einen Meter groß sein darf, die M-Klasse, bei der die Materialwahl frei bestimmbar ist und die 10R-Klasse, bei denen der Rumpf über 127 Zentimeter groß ist. Wer ernsthaft RC-Segeln und an Regatten teilnehmen will, braucht eine entsprechende Zulassung vom DSV und eine Nummer auf seinen Segeln. Dann kann’s los gehen – laut John wird meist ein olympischer Dreieckskurs gefahren, möglich ist aber auch ein Gate-Kurs.

Über den Autor

Daniel Große (Blog INTERMODELLBAU)

Daniel Große ist Journalist und Blogger. Im Auftrag der Messe Westfalenhallen Dortmund betreut er dieses Blog, schreibt Aussteller-News, führt Interviews und sammelt auf der Messe Live-Eindrücke in Text, Foto und Video.