Bunter Stadler von Piko

Vom südlichen Alpenrand bis zum hohen Norden der Republik fahren diese sowohl dieselelektrisch als auch rein elektrischen Triebwagen der Firma Stadler. Technische Bezeichnung ist GTW. Es gibt sie für Gleich und Wechselstromnetze, ebenso 2 oder dreiteilig. Diese Triebwagen sind dann sechs- oder achtachsig. In einem Motorsegment befindet sich der Antrieb bzw. die Steuerung dafür. Elektrische Versionen haben auf dem Antriebssegment einen Einholmpantographen. Diese Fahrzeuge werden auf nicht so stark frequentierten Hauptstrecken aber auch auf Nebenbahnen eingesetzt. Die Innenausstattungen unterscheiden sich je nach Bahngesellschaft.

Zum Modell: Piko hat diverse Lackierungsvarianten vieler europäischer Bahngesellschaften im Programm. Anders als beim Vorbild ist der Antrieb beim Piko Modell in einem der Fahrgasträume. Der Motor treibt zwei Achsen des vorderen Drehgestells an. Die Räder sind mit Haftreifen versehen, so dass es für die Einheiten keine Mühe bereitet Steigungen zu bewältigen. Der Rahmen ist aus Metalldruckguss, der Aufbau aus Kunststoff. Beschriftung und Lackierung weisen den üblichen sauberen und lesbaren Druck wie alle Piko Loks auf. Fahrziel des Modells ist Mals/ Malles. Die Fahreigenschaften sind gut. Die Stirnbeleuchtung ist mit LED ausgeführt und wechseln je nach Fahrtrichtung von rot nach weiß. Eine Innenbeleuchtung kann man nachrüsten. Die dazu benötigten Kabel sind bis in die Fahrgasträume bereits vorlegt.

Eine ausführliche Beschreibung liegt dem Fahrzeug bei, ebenso eine dazu passende Ersatzteilliste. Das hier vorgestellte Modell zum 10jährigen Bestehen der Vinschgau Bahn in Südtirol wurde von mir von DC analog auf AC Digital umgerüstet. Das geht relativ einfach für den versierten Bastler. Es muss die Fahrstromabnahme so umgelötet werden, dass alle Räder Masse abnehmen. Etwas frickelig wird die Sache mit dem Schleifer, gilt es doch das Motordrehgestell neu zu verkabeln. Dort geht es ausgesprochen eng zu. Die Radsätze bewältigen ohne Probleme AC Weichen des C und K Gleis.

Die relativ kurzen Fahrzeuge eignen sich besonders für kleinere Modellbahnen. So gibt es kaum störende Überhänge in engen Radien und in Kurven sind die Wagenübergänge vorbildgerecht geschlossen. Je nach Angebot/ Bahngesellschaft und technischer Ausführung liegen die Züge zwischen 150 und 300 Euro.

Über den Autor

Martin Meese

Martin Meese ist Jahrgang 1956 und ist seit frühester Jugend von Modellbahn und ihrem großen Vorbild begeistert. Heute ist er vor allem mit Märklin verbunden. Gern berät er in allen Digitalfragen und hilft bei Umbauten. Er gehört einem Stammtisch von 30 bis 35 Enthusiasten an, die sich regelmäßig über die Märklin-Bahnen austauschen. Für uns bloggt er seine persönliche Sicht auf neue Produkte und aktuelle Trends im Bereich der Modelleisenbahn.

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