Kleiner schweizerischer Rangiertraktor

Jeder Fan von Schweizer Lokomotiven kennt sie, die kleinen elektrischen Traktoren, die im Bahnhof Güterwagen rangieren. Das Vorbild des Rangiertraktors Te III 121 ist bei der OeBB beheimatet. Diese Maschinen mit den Betriebsnummern 121 – 138 wurden zwischen 1941 und 1949 für die SBB von SLM Winterthur gebaut. Im Einsatz waren sie bis 1990. Man findet sie auch bei anderen Privatbahnen.

Vor Jahrzehnten gab es ein solches Modell von Hag in Ganzmetallausführung. Damals ausschliesslich in DC Analog und in Baugröße H0. Ein Relais war selbst da nicht unterzubringen. Heute im Jahr 2018 ist ein solches Modell sogar in der kleinsten serienmäßig hergestellten Spurweite Z erhältlich. Unglaublich, was da auf die zwei angetrieben Achsen gestellt wurde. Feinste Rangiergriffe, angesetzte Handläufe, eine überzeugenden Lackierung und ein artgerechter Pantograph, den ich aber an meinem Besprechungsmuster nicht aus seiner unteren Position gelöst habe. Ich habe mich schlicht nicht getraut. Das technische Schmuckstück kostet immerhin 960 Euro und wird in einer dekorativen Holzschachtel geliefert, eben wie ein Schmuckstück vom Juwelier auch. Nichts anderes hat W.B. (Wolfgang Besenhard) hier geliefert.

Ja, die Lok fährt und es soll sie sogar auch mit Decoder geben. Kaum zu glauben. Nein es ist kein Modell aus dem Hause Märklin, sondern eine Kleinserie von N Tram (Art. Z-12306). Die Zetties werden den Hersteller kennen, auch von der INTERMODELLBAU. Ein Verbesserungspunkt ist die bunte Verkabelung, die man durch die Fenster sieht – schwarze Kabel würde man weniger störend empfinden. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Ob dieses Modell, das mir von HRT (1zu220-shop) zur Verfügung gestellt wurde, einen dauerhaften und sicheren Betrieb aushält, werden die Z Freunde ausprobieren müssen. Man kann nur hoffen, dass sie über Weichen fährt. Das fehlende Gewicht ist sicher der Schwachpunkt der Maschine. Andererseits muss man auch gestehen, dass allein die Erscheinung im Z Bahnhof schon der absolute Hingucker ist. Wenn das Maschinchen dann auch noch mit dem filigranen Gestänge eine Waggon bewegt, ist der Applaus sicher. Es werden übrigens diverse Lackierungen des Vorbildes angeboten.

Über den Autor

Martin Meese

Martin Meese ist Jahrgang 1956 und ist seit frühester Jugend von Modellbahn und ihrem großen Vorbild begeistert. Heute ist er vor allem mit Märklin verbunden. Gern berät er in allen Digitalfragen und hilft bei Umbauten. Er gehört einem Stammtisch von 30 bis 35 Enthusiasten an, die sich regelmäßig über die Märklin-Bahnen austauschen. Für uns bloggt er seine persönliche Sicht auf neue Produkte und aktuelle Trends im Bereich der Modelleisenbahn.

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