Ovale Fenster am D-Zug-Wagen

Dass man einen Wagentyp nach seinen Toilettenfenstern benennt, ist schon etwas kurios. Aber wie dem auch sei – dieser Ovaalramer-Wagen ist ein Vertreter von niederländischen D-Zugwagen für den internationalen Verkehr mit den Nachbarländern.

Beschafft wurden die Vorbilder zu dieser Artitec Wagenserie ab ca. 1928, also lange vor dem 2. Weltkrieg. Sie liefen bis Ende der 50er Jahre im Fernverkehr, ebenso im Militärverkehr. Ersetzt wurden sie dann von den auch bei uns bekannten Plan D Wagen. Es gab verschiedene Wagentypen für alle Klassen und unterschiedlichen Farbgebungen, zuletzt wohl im typischen NS blau. Alle waren ganz aus Stahl gebaut.

Der Wagen ist mit seine ovalen Toilettenfenstern durchaus ein Hingucker. Aber auch ansonsten macht er mit seine messingfarbenen Rahmen an Fenstern und Griffen einen guten Eindruck. Er verfügt über Kurzkupplungskinematik und wird ab Werk mit Bügelkupplungen ausgeliefert. Die meisten Anschriften sind unter der Lupe zu lesen. Die Bedruckung könnte geringfügig schärfer sein. Besonders gut haben mir die Wagenübergänge gefallen.

Der Hersteller bietet auch noch einen Beleuchtungssatz für den Wagen an. Mit den serienmässigen Radsätzen ist auch ein Betrieb auf alten Märklin M Gleisen erfogreich verlaufen. AC Tauschradsätze sind aber auch erhältlich. Ein Beutel mit weiteren Zurüstteilen liegt dem Wagen bei. Ebenso eine Beschreibung zur Montage und Ersatzteilbeschaffung.

Es stellt sich die Frage nach dem Einsatz dieser Wagen auf einer eher deutschen Anlage. Es ist durchaus vorstellbar, dass ein solcher Wagen in einem internationalen Schnellzug die typischen Urlaubsziele unserer westlichen Nachbarn anlief. So könnte ich mir ein oder zwei dieser Wagen in einem sog. Heckeneilzug auf dem Weg in deutsche Kurorte wie Bad Wildungen oder auch nach Bayern vorstellen. Gemischt mit DB Eilzugwagen oder auch Umbauwagen hinter einer V200 oder BR 23 macht er sicher ein gutes Bild. Vorstellbar auch hinter einer E10.1 auf dem Weg nach Süden am Rhein.

Ein Artitec Wagen dieser Serie kostet 65,90 Euro und kann direkt beim Hersteller in Holland geordert werden.

Über den Autor

Martin Meese

Martin Meese ist Jahrgang 1956 und ist seit frühester Jugend von Modellbahn und ihrem großen Vorbild begeistert. Heute ist er vor allem mit Märklin verbunden. Gern berät er in allen Digitalfragen und hilft bei Umbauten. Er gehört einem Stammtisch von 30 bis 35 Enthusiasten an, die sich regelmäßig über die Märklin-Bahnen austauschen. Für uns bloggt er seine persönliche Sicht auf neue Produkte und aktuelle Trends im Bereich der Modelleisenbahn.